Art und Weise vom Stressmanagement

„Die meisten wissen gar nicht, was sie für ein Tempo haben könnten,                 wenn sie sich nur einmal den Schlaf aus den Augen rieben.“

(Christian Morgenstern 6. Mai 1871 – 31. März 1914)

Stressmanagement ist ein allgemeiner Sammelbegriff für Methoden und Bewältigungsstrategien, um den eigenen psychisch und / oder physisch belastenden Stress zu verringern oder abzubauen. Stressmanagementmethoden können hilfreich sein, wenn die Widerstandsfähigkeit und Selbstheilungskräfte des Menschen wegen innerer und äußerer Belastungen zur Erhaltung der Gesundheit nicht ausreichen.

Die Bewältigungsmöglichkeiten befassen sich mit dem Erhalt und der Förderung von eigenen Ressourcen und dem Koordinieren von  gedanklicher,  emotionaler  und  körperlicher  Aspekte bei Stressbelastung.

Die erste Säule:

ist das instrumentelle Stressmanagement, bei dem man sich die individuellen Stressoren genauer ansieht. Denn jeder hat seinen ganz persönlichen Stressauslöser. Was also sind Stressoren und Stressauslöser? Es gibt physikalische, körperliche, emotionale und leistungsorientierte Stressoren. So wird angedacht, auch sein Zeitmanagement und Selbstmanagement anders zu organisieren.

Mögliche Vorgehensweise:

  • Physikalische, körperliche, leistungsorientierte Stressoren
  • „persönlichen“ Stressor erkennen
  • eigenes Zeitmanagement
  • Selbstmanagement

Die zweite Säule:

ist das kognitive Stressmanagement und dort wird auf die persönlichen Motive, Einstellungen und Bewertungen einen Blick geworfen. Das kognitive Stressmanagement setzt bei den individuellen Wahrnehmungen, Wünschen, Gedanken und Bewertungen an. Hier lernt man sich ein bisschen besser kennen. Man lernt zu begreifen, was Stress verursacht und versucht eine neue Sichtweise zu bekommen. Das gelingt – wenn man es wirklich will. Hierbei ist eine annehmende freundliche Haltung gegenüber sich selbst notwendig.

Mögliche Vorgehensweise:

  • Persönliche Stressverstärker erkennen
  • Primäre und sekundäre Bewertungen
  • Ziele definieren und Prioritäten setzen

Die dritte Säule:

ist das palliativ-regenerative Stressmanagement, d.h. wir kommen zur Regulierung und Kontrolle der Stressreaktion, was soviel bedeutet:  „hier geht es u.a. ganz konkret um das Erlernen von Entspannungstechniken, die einem persönlich zusagen.“

Mögliche Vorgehensweise:

  • Kennenlernen diverse Entspannungstechniken (bspw. Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung)
  • Kurzfristige Entspannungsmöglichkeiten
  • Bewegte Entspannung (bspw. Qi Gong, Tai Chi)

Der Leitfaden Prävention der Krankenkassen definiert palliativ-regeneratives Stressmanagement so:

„Beim palliativ-regenerativen Stressmanagement steht die Regulierung und Kontrolle der physiologischen und psychischen Stressreaktion im Vordergrund. Auch hier kann unterschieden werden zwischen solchen Bewältigungsversuchen, die zur kurzfristigen Erleicherung und Entspannung auf die Dämpfung einer akuten Stressreaktion abzielen (Palliation) sowie eher langfristigen Bemühungen, die der regelmäßigen Erholung und Entspannung dienen (Regeneration).“

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