Mediation

„Es gibt keinen Weg zum Frieden, denn Frieden ist der Weg.“

Mahatma Ghandi (1869 – 1948)

Mediation:

Historisch:

Die ursprüngliche Form der Mediation gab es schon in der Zeit der Schamanen, Druiden und Priester. Sie standen im Kontakt mit den Göttern und Geisteswesen. Auch waren sie diejenigen, die im Konflikt im Dorf oder zwischen Stämmen eingesetzt wurden. Seit ca. dem 13. Jahrhundert wurde die Mediation bei Konflikten zwischen den sogenannten „Mächtigen“ eingesetzt, um Mängel der Gerichtsbarkeit auszugleichen.

Was ist Mediation?

Mediation ~ der Begriff stammt aus dem lateinischen und bedeutet „Vermittlung“ oder im  Englischen heißt es „mediate“, was so viel bedeutet wie „in der Mitte liegend“.  Es ist ein freiwilliges Verfahren, dass zur konstruktiven Beilegung eines Konfliktes dient. Der Mediator*in oder Mediationsduo ist allparteilich. Die Konfliktparteien versuchen dabei gemeinsam zu einer Vereinbarung zu gelangen, die ihren Wünschen, Interessen und Bedürfnissen entsprechen. Da die betroffenen Parteien selbst eine Lösung entwickeln müssen,wird die Selbstständigkeit der Parteien gestärkt und nebenbei führt eine einvernehmliche Lösungsfindung zur Zufriedenheit. .Ob in einer Mediation der Mediator selbst inhaltlich Lösungsvorschläge macht, ist nach der Ausrichtung der Mediation abhängig.

Phasen der Mediation:

Im Laufe der Jahrzehnte haben sich verschiedene Phasenmodelle der Mediation entwickelt. Obwohl die Phasen von Modell zu Modell verschieden ausdifferenziert sind, finden sich bei den meisten Modellen irgendwo die folgenden fünf Phasen als Handlungsstrategie wieder:

  1. Auftragsklärung
  2. Themensammlung ~ der Konflikt aus Sicht der beiden Parteien
  3. Positionen und Interessen/Sichtweisen- und Hintergrunderkundung ~ Erhellung des Konfliktes (das Ziel und Interesse, das Gefühl und der innere Dialog, das subjektive Empfinden nach Recht, der Wunsch
  4. Sammeln und Bewerten von Lösungsoptionen ~ Sammeln von möglicher Wiedergutmachungen und Lösungen
  5. Abschlussvereinbarung ~ die Vereinbarung und eine Erfolgskontrolle nach einer gemeinsam festgelegten Zeit

Anmerkungen zur Dokumentation

Mediatoren fertigen in der Regel Protokolle der Sitzungen an, für:

  • den eigenen Gebrauch und um das eigene Gedächtnis zu stützen
  • um der Mediation auch ein geordnetes Verfahren geben zu können
  • auch um den Konfliktparteien ein stichpunktartiges Protokoll auszuhändigen
  • dient auch um nach einer gewissen Zeit eine „Erfolgskontrolle“ durchzuführen
  • auch als Fallarchiv

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